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Impressionen der Tage der Weltmission 23. und 24. Oktober 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun!“

Dieses Motto des Weltmissionssonntags 2021 stand, in großen Buchstaben, gut sichtbar für alle Teilnehmenden, im Kapitelsaal der Franziskanerinnen von Maria Stern im „Sternkloster“ in Augsburg, in dem diese Tage der Weltmission stattfanden. 

Zur Begrüßung kam Herr Anton Stegmair, Leiter der Abteilung Weltkirche der Diözese Augsburg, der uns das Motto dieses Weltmissionssonntags erschloss.

Sr. Sofia Salanga, die Generaloberin der Franziskanerinnen von Maria Stern, freute sich, dass diese Tage in ihrem Haus stattfinden können, unter Beteiligung ihrer Mitschwestern und der Dillinger Franziskanerinnen. Das Leben und Wirken des heiligen Franziskus hat für den missionarischen Dienst aller unserer franziskanischen Gemeinschaften eine besondere Bedeutung. Sein Vorbild ist Ansporn für alle unsere Schwestern, die sich „barfuß bei den Armen in Brasilien, Indien und Mosambik einsetzen“.

Sr. Roswitha Heinrich, Generaloberin der Dillinger Franziskanerinnen bedankte sich in ihrer Begrüßung für alle, die mithelfen, „auszusäen“ und im Dialog bleiben mit unseren Brüdern und Schwestern und solidarisch und großzügig helfen.  

In beeindruckenden PowerPoint-Vorführungen wurden die Teilnehmer*innen mit auf eine weltweite Missionsreise genommen: Mitten in die brasilianischen Großstadtfavelas rund um Rio de Janeiro, in denen Dillinger Franziskanerinnen vor allem den Kindern dieser armen, benachteiligten und von der Gesellschaft ausgeschlossenen Familien durch Erziehung, Bildungsangebote und tatkräftige Hilfe Heimat und Sicherheit, und damit Hoffnung auf Zukunft geben. Im Nordosten Brasiliens, wo Schwestern beider Kongregationen vielen armen Menschen gute Nachbarn, Freunde, Berater, Vertraute, sind, die ihnen neuen Lebensmut, Hoffnung und Zukunftsperspektiven aufschließen, sei es in der Arbeit mit Kindern, der Sorge um bessere Lebensverhältnisse, oder der gemeinsamen Sorge um unseren Planeten Erde…. Auch ein Einblick in die Lebensweise der Menschen im brasilianischen Amazonas wurde uns gewährt – seit 1970 wirken die Franziskanerinnen von Maria Stern segensreich in dieser Region.  

Sr. Paulit Kannampuzha, die vor über 50 Jahren als junges Mädchen von Indien nach Deutschland kam, um bei den Dillinger Franziskanerinnen einzutreten, berichtete bewegt über die Anfänge und dem gegenwärtigen Engagement der indischen Mitschwestern, die sich vor allem der Bildung und Erziehung von Mädchen und jungen Frauen in Nordindien widmen. In einem eindrucksvollen Arathy-Gebetstanz nahm sie alle Anwesenden mit hinein in die indische Spiritualität und Kultur.

Sr. Fatima Döring von den „Sternschwestern“ ließ mit einer eindrucksvollen Bild-Text-Musik Power-Point-Präsentation und afrikanischen Rhythmen, die Anwesenden an ihrem Besuch bei ihren Mitschwestern in Mosambik teilnehmen. Die Schönheit der Menschen, des Landes, der Kultur und der religiösen Ausdrucksweise bezauberte alle. Gleichzeitig machte die extreme Armut, die offen sichtbare Ungleichheit der Lebensbedingungen, die auf jedem Bild spürbar war, betroffen und beschämt zugleich.

Die durch Corona noch verschärfte weltweite Ungerechtigkeit war in den Bildern von Brasilien, Indien und Mosambik immer wieder zu sehen und fast hautnah zu spüren.  

Diese gut vorbereiteten Tage der Weltmission hätten durchaus mehr Teilnehmer*innen verdient.

Die Veranstaltung selbst wurde unter Einhaltung aller erforderlichen Hygienemaßnahmen durchgeführt (3G-Regel etc.) Im Kreuzgang des Sternklosters war an beiden Tagen ein kleiner Missionsbasar, an dem meist selbstgefertigte Artikel aus den jeweiligen Ländern sowie einige handgefertigte Artikel von Schwestern in Deutschland, angeboten wurden.

Die „Sternschwestern“ waren gute Gastgeberinnen, die auch für unser leibliches Wohl sorgten.

                                                                                  

Sr. Elisabeth Schneider

 

 

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