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Nach mehr als 200 Jahren war die erneuterte Stiftungsurkunde unserer Gemeinschaft wieder im Mutterhaus.

Beim Feuer im Jahr 1438 im Kloster in Dillingen wurde nicht nur das Gebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt, auch alle Dokumente wurden vernichtet. Es waren wichtige Dokumente, in denen unser Gründungsdatum 1241 festgehalten war und die auch Rechte und Pflichten der Schwestern und der Stadt Dillingen enthielten.

26 Jahre später - 1464 - schrieb Kardinal Peter von Schaumberg, Bischof von Augsburg, der Einblick in die Grunddokumente der Gemeinschaft hatte, für die Schwesterngemeinschaft eine erneuerte Urkunde, die ihre Schenkungen, Privilegien, Rechte und Pflichten wieder aufführte.

In der Säkularisation wurden viele Klöster und ihr Hab und Gut enteignet. So fiel auch unser Kloster an den bayerischen Staat. Urkunden, Wertgegenstände und das Land, das den Schwestern als Lebensgrundlage diente, wurden den Schwestern genommen. Die erneuerte Stiftungsurkunde ist seit dem Beginn des 19. Jhd. im Besitz des bayerischen Staates.

Um so größer war die Freude, dass diese, für unsere Gemeinschaft so wichtige Urkunde, für einige Tage nach Dillingen zurückgekehrt war. Viele Schwestern aus den umliegenden Konventen nutzen die Gelegenheit, die Urkunde persönlich anzuschauen.
Außerdem waren eine Ablasstafel von 1590 ausgestellt, die eindeutig das Jahr 1241 als Gründungsjahr unserer Gemeinschaft anführt, und ein Kaufvertrag von 1609, den Meisterin Anna Steffesin unterzeichnet hat.

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