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Überprovinzielle Begegnungstage – Viele Schwestern nahmen teil an den Begegnungstagen, um sich im Miteinander wieder neu das geschwisterliche Leben in der franziskanischen Spiritualität bewusst zu machen. Hier einige Gedanken, die uns bei den Begegnungstagen beschäftig haben:

Innerhalb der Gemeinschaft begegnet Franziskus in den Brüdern den gekreuzigten und auferstandenen Herrn.

Eine Gemeinschaft ist eine durch Gott miteinander versöhnte Gemeinschaft von gleichwertigen Brüder und Schwestern, die in Frieden und ohne Machtgerangel leben lernt.

Die Grundidee, ja das Urbild franziskanischen Lebens ist die versöhnte Verschiedenheit, die im tiefsten von Jesus geschenkt ist; sie zu leben, die ihr Vorbild und ihre eigentliche  Verwirklichung in der Gemeinschaft des dreifaltigen Gottes hat.

Die Kraft einer Gemeinschaft liegt einzig in dem Raum,dem die Gemeinschaft dem Wirken des Heiligen Geistes gibt.

Jeder einzelne Bruder, Schwester soll seine/ihre persönliche Berufung entdecken und sein/ihr eigenes Charisma: So schreibt Franziskus an Bruder Leo: „Auf welche Weise auch immer es dir besser erscheint, Gott dem Herrn zu gefallen…. „ (Br.Leo 3).
Franziskus bindet die Brüder nicht an sich…, Franziskus befragt gemeinsam mit ihnen die Schrift, aus der heraus er seinen Ruf vernommen hat (vgl. 2 Cel 15; FQ S. 309).
Noch im Sterben weigert er sich, die Brüder an sich zu binden: „Ich habe das Meinige getan, was euer ist, möge Christus euch lehren“ (2 Cel 214,9; FQ S. 415).

 

Wer wie Franziskus den anderen ein echter Bruder oder eine echte Schwester werden möchte, der, die ist zum „Trotzdem“ der Liebe eingeladen.
Inmitten der Konflikte, Begrenztheiten und Eigenarten habe ich die Chance,  die Reibeflächen als Herausforderung zum „Wachstum“ in der Liebe anzunehmen:
trotzdem auf andere zugehen,
trotzdem verzeihen,
trotzdem dem anderen eine Chance schenken,
trotzdem die Würde im anderen achten…,
weil Gott mich und den anderen liebt.

„Denn dazu hat Gott euch in alle Welt gesandt, dass ihr durch Wort und Werk seiner Stimme Zeugnis gebt und alle wissen lasst, dass niemand allmächtig ist außer ihm“ (Ord 9).

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